Was ist Fantasie?

Persönliche Gedanken zur uns umtreibenden Fantasie.

Albert Einstein befand Fantasie für wichtiger als Wissen, sie sei aufgrund ihrer Grenzenlosigkeit wertvoller als endliche Wissensbestände. Interessant ist, dass sogar ein pragmatischer und rationaler Naturwissenschaftler der Fantasie eine solche Importanz zugesteht. Daher kommt man nicht umhin sich die Frage zu stellen, was genau unter Fantasie zu verstehen ist.

Begriffsklärung

Fantasie ist eine geistige Fähigkeit des Menschen. Immanuel Kant unterschied Vorstellungskraft wie folgt: Zum einen können Vorstellungsbilder als eine Art von Erinnerung betrachtet werden. Diese beziehen sich auf bereits Erlebtes, auf Personen oder Objekte, die gerade nicht anwesend, jedoch real existent sind.

Zum anderen können Vorstellungen a priori erfolgen. Entsprechend können Gegenstände oder Situationen imaginiert werden, denen man in der Realität noch nie ausgesetzt war. Diese Art der Fantasie ist eher produktiv, da neue Inhalte geschaffen werden und Erlebtes nicht "nur" reproduziert wird.

Darüber hinaus kann unterschieden werden, welcher Gestalt die Fantasien sind. Denkbar sind sowohl bildliche Vorstellungen (konkrete Bilder) als auch sprachliche, eher logisch anmutende Inhalte, wobei erstere wohl am ehesten die Essenz dessen treffen, was gemeinhin unter Fantasie verstanden wird.

Psychologische Aspekte der Fantasie

Fantasieren vollzieht sich im Inneren, es ist eine kognitive Fähigkeit und setzt voraus, dass das Individuum zum Denken und zur Vorstellungsbildung in der Lage ist. Hieraus wird ersichtlich, dass Fantasie etwas in jedem gesunden Menschen Angelegtes ist. Dennoch finden sich interpersonelle Unterschiede hinsichtlich dieser Fähigkeit.

Auftretende Differenzen entstehen aufgrund verschiedener Einflüsse, denen der Mensch im Laufe seiner individuellen Entwicklung ausgesetzt ist. Jeder macht andere Erfahrungen, verfügt über verschiedenes Wissen oder ist unterschiedlich kreativ veranlagt. Je nach dem, wie ausgeprägt solche Komponenten sind und wie sie miteinander interagieren, resultiert eine mehr oder weniger stark "blühende" Fantasie. Wichtige Grundsteine dafür, ein fantasievoller Mensch zu werden (und zu bleiben) werden in der Kindheit gelegt.

Im Geiste ewig Kind

Wie bereits deutlich wurde, sind alle Menschen grundsätzlich in der Lage, zu fantasieren. Jedoch macht jeder etwas anderes aus dieser prinzipiell vorhandenen Fähigkeit. In jungen Jahren ist die Fantasie schier grenzenlos. Mühelos werden abstruse Geschichten ersonnen, die die Welt auf wundersame Weise erklären und so etwas Licht in das Dunkel der Unwissenheit bringen. Auf die Probe gestellt wird die Fantasie dann, wenn im Laufe der Zeit immer mehr Erfahrungen gemacht werden und somit schrittweise Klarheit darüber entsteht, wie die Welt tatsächlich funktioniert. Erfahrungen sind für Fantasie also beides - Voraussetzung und Limitierung. Kinder wandeln noch problemlos auf diesem Grat und konstruieren sich eine fantastische Realität, wohingegen für Erwachsene zumeist ein "entweder - oder" zu gelten scheint. Fantasievolle werden schnell als Träumer betitelt, die das Leben nicht ernst genug nehmen. Tatsächlich ist Fantasie jedoch eine wichtige Fähigkeit, die auch für Erwachsene wertvoll ist und in vielen Bereichen positiv sein kann. Daher sollte ab und an versucht werden, die Welt wieder durch die Augen der Kinder zu sehen. Beispielsweise ermöglicht Vorstellungsbildung inneres Probehandeln. Im Geiste können unterschiedliche Problemsituationen auf verschiedene Art durchgespielt werden, um so eventuelle Konsequenzen zu antizipieren. Fantasievolle Menschen sind außerdem besser in der Lage, sich in andere Personen einzufühlen und deren Perspektive nachzuvollziehen; sie sind kreativer und flexibler.

Fantasie in der Literatur

Schließlich gibt es ganze Berufsgruppen, die ohne Fantasie nicht existieren könnten. Jeder Schriftsteller kreiert in seinen Bücher Personen, Situationen oder ganze Welten, die den Leser in ihren Bann ziehen und so wiederum dessen Fantasie anregen. Dem Fantastischen wird sogar ein eigenes Genre in der Literatur gewidmet. Fantasy-Bücher sind überhaupt nicht mehr wegzudenken und werden gerne gelesen. Aus alledem wird deutlich, dass die Fantasie eine wichtige Größe unserer Existenz darstellt.

"Alles, was an Großem in der Welt geschah, vollzog sich zuerst in der Fantasie eines Menschen." (Astrid Lindgren)

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